Liebe Gemeindemitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser unserer Homepage,

 

in diesem Teil unserer Homepage mit der Überschrift „Bistumsentwicklung“ gibt Ihnen der Pfarrgemeinderat St. Michael Hintergrundinformationen zu den Planungen der Leitung des Bistums Limburg in Bezug auf die Entwicklung der Pfarreien.


Situation aus unserer Sicht:

Das Bistum plant, die bereits jetzt großen Pastoralen Räume (Zusammenschlüsse von mehreren eigenständigen Pfarreien) noch weiter als bisher bekannt zu vergrößern und bis spätestens zum Jahr 2019 zu Großpfarreien mit einer Mitgliederzahl von 20.000 und mehr zusammen zu fusionieren. Personalabbau bei den Seelsorger(inne)n, Sekretärinnen u.a. Mitarbeiter(innen) sowie die Reduzierung der Pfarrbüros auf ein Zentralbüro am Wohnort des Pfarrers sind nur zwei von vielen weiteren negativen Konsequenzen dieser Planungen. Die bisherigen Pfarreien wie die unsrige sollen nach dieser Planung ihren Pfarreistatus sowie den Status als Kirchengemeinde (Körperschaft des öffentlichen Rechts) verlieren, sie sollen als Teilbereich („Gemeinde“ oder „Kirchort“)· der neuen Großpfarrei weiter bestehen, allerdings mit dem rechtlich schwachen Status einer Filiale und ohne demokratisch legitimierte Leitungsgremien wie Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat. „Bereitschaft zur Bewegung“, so die Bezeichnung des laufenden Bistumsprozesses in diesen Fragen, wird von den Pfarreien und den Menschen vor Ort durch die Bistumsleitung verlangt, von ihr selbst kaum praktiziert. Dringend notwendige Reformen wie die Aufhebung des Pflichtzölibats für Pfarrer als einer der Ursachen der gegenwärtigen Misere sowie der theologisch nicht haltbare Ausschluss von geeigneten Frauen vom Priester- oder Diakonenamt werden scheinbar kategorisch verweigert. Hilfreiche Regelungen wie die Gemeindeleitung nach Kanon 517,2 des katholischen Kirchenrechts (CIC) wurden ohne eine ausreichende sachliche Begründung durch den Bischof nicht verlängert. Die basisnahe Mitwirkung möglichst vieler Ehrenamtlicher (synodale Gremien) wird durch die Bildung eines einzigen Pfarrgemeinderats bzw. Verwaltungsrats auf der Fläche von bisher drei, vier, fünf oder mehr Pfarreien mit jeweils einem PGR/VRK deutlich reduziert. Ergebnisoffene Partizipation möglichst vieler wird dadurch behindert. Viele Ehrenamtliche fühlen sich ausgegrenzt· bzw. ihre Arbeit nicht ernst genommen oder gar missbilligt. Führende Fachleute (Pastoraltheolog(inn)en, Kirchenrechtler(innen) oder Dogmatiker(innen)), Mitglieder synodaler Gremien und Gemeindemitglieder befürchten durch die geplante Großraumpolitik anstelle von innerkirchlichen Reformen eine weitere Entfernung der Kirche von den Menschen, die vor Ort, beispielsweise in unserem Stadtteil Ffm-Sossenheim leben. Sie befürchten, dass die Kirche ihrem Auftrag in keiner Weise mehr umfassend gerecht werden kann. Im Dekanat Frankfurt-Höchst, dem auch unsere Pfarrei angehört, veranstaltete am 10./11.9.2010 einen Dekanatstag. Die Ergebnisse der Beratungen der Synodalen und der Seelsorger(innen) wurden am 28.10.2010 im Rahmen eines Dekanatsforums in Ffm-Griesheim abschließend beraten und verabschiedet. Unsere Pfarrei wird die Planungen des Bistums sowie ihre Umsetzung nicht tatenlos hinnehmen.

Um Sie über die Hintergründe zu informieren, die Ihnen die Meinungsbildung erleichtern sollen, können Sie auf dieser Seite unserer Homepage verschiedene Texte abrufen (Betragsliste).

 

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Der Pfarrgemeinderat St. Michael, Sossenheim